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Je RC-auto onderhouden na rijden in regen, modder of sneeuw

Dein RC-Auto nach Fahrten im Regen, Schlamm oder Schnee pflegen

Herbst und Winter sind in Belgien und den Niederlanden nicht gerade trocken. Zum Glück sind viele moderne RC-Autos „wasserdicht“ oder „wasserbeständig“, und Fahrten durch Pfützen, Schlamm und Schnee machen unglaublich viel Spaß. Was dein Auto nach so einer Fahrt braucht, ist jedoch mindestens genauso wichtig wie die Fahrt selbst. Wasser und Schmutz dringen überall ein und führen zu Rost, festgelaufenen Lagern und elektronischen Problemen.

Bevor du losfährst: Ist dein Auto wirklich wasserdicht?

„Waterproof“ auf der Verpackung bedeutet meist, dass ESC, Servo und Empfänger Spritzwasser und kurze Fahrten durch Pfützen aushalten. Es bedeutet nicht, dass dein Auto unter Wasser fahren darf. Prüfe unbedingt:

  • ob dein ESC und dein Servo wasserdicht sind (besonders nach einem Upgrade),
  • ob das Empfängerfach gut verschlossen und der O-Ring intakt ist,
  • ob dein Motor Wasser verträgt. Brushless-Motoren sind meist kein Problem, Bürstenmotoren verschleißen im Wasser jedoch deutlich schneller.

Schritt 1: Akku herausnehmen

Nimm nach der Fahrt immer zuerst den Akku aus dem Auto. Trockne den Akku und die Stecker ab und prüfe, ob Wasser ins Gehäuse eingedrungen ist.

Schritt 2: Groben Schmutz entfernen

Nimm die Karosserie ab und klopfe oder bürste den größten Teil des Schlamms ab. Eine weiche Bürste oder eine alte Zahnbürste eignet sich bestens. Getrockneter Schlamm lässt sich oft leichter entfernen als nasser.

Schritt 3: Vorsichtig abspülen

Verwende bei Bedarf eine Sprühflasche oder einen sanften Wasserstrahl, um den restlichen Schmutz abzuspülen.

  • Verwende niemals einen Hochdruckreiniger. Damit drückst du Wasser und Schmutz erst recht in Lager, Servos und Elektronik.
  • Richte den Wasserstrahl nicht direkt auf den ESC, das Empfängerfach oder den Motor.
  • Bist du im Schnee oder auf gestreuten Straßen gefahren? Spüle das Auto danach gründlich ab: Streusalz greift Metallteile, Schrauben und Lager stark an.

Schritt 4: Gründlich trocknen

Blase das Auto mit Druckluft oder einem Kompressor trocken oder lass es an einem warmen (nicht heißen) Ort trocknen. Stell das Auto bei Bedarf auf den Kopf, damit Wasser aus den Achsen und dem Getriebe laufen kann. Vergiss die Räder nicht: Nimm sie ab, denn in den Reifen und den Einlagen bleibt oft viel Wasser zurück. Lass die Reifen offen trocknen, sonst schimmeln die Einlagen oder werden schwer.

Schritt 5: Lager schützen

Lager reagieren besonders empfindlich auf Wasser. Sprühe nach dem Trocknen ein wasserverdrängendes Mittel wie WD-40 auf die Lager und lass das Auto kurz fahren oder drehe die Räder von Hand, damit sich das Mittel verteilt. Schmiere die Lager anschließend mit einem geeigneten Lageröl, denn wasserverdrängende Mittel schmieren selbst nur wenig.

Dreht sich ein Lager rau oder hörst du ein Knirschen? Ersetze es dann sofort, bevor es festläuft und eine Achse oder einen Querlenker beschädigt. Neue Lager sind günstig und schnell eingebaut.

Schritt 6: Antrieb und Elektronik prüfen

  • Öffne das Empfängerfach und prüfe, ob sich darin Feuchtigkeit befindet. Ist das der Fall, lass es offen trocknen.
  • Prüfe die Zahnräder des Getriebes sowie das Hauptzahnrad und das Ritzel auf Schmutz und Sand.
  • Reinige den Motor und prüfe, ob er sich frei dreht.
  • Untersuche Schrauben und Metallteile auf Rost. Ersetze verrostete Schrauben durch neue oder rostfreie Schrauben.

Zusätzliche Tipps für Fahrten im Winter

  • Akkus: Kalte LiPo-Akkus liefern weniger Leistung. Halte sie bis kurz vor der Fahrt warm und lade sie niemals bei unter 0 °C auf. Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel LiPo-Akkus sicher lagern und transportieren.
  • Reifen: Gummi wird bei Kälte hart. Eine weichere Mischung oder ein Reifenprofil mit großen Stollen bietet mehr Grip im Schnee. Siehe auch die richtigen Reifen auswählen.
  • Stoßdämpfer: Öl wird bei Kälte dickflüssiger, wodurch dein Fahrwerk langsamer reagiert. Etwas dünneres Öl kann helfen.
  • Motor: Schnee kann sich um den Motor und die Zahnräder ansammeln. Eine Zahnradabdeckung hilft, das zu verhindern.

Fazit

Eine Viertelstunde Wartung nach einer nassen Fahrt verhindert teure Reparaturen. Akku herausnehmen, vorsichtig reinigen, gründlich trocknen und die Lager schützen: Das ist die Grundlage. So kannst du den ganzen Winter über weiterfahren, ohne dass dein Auto darunter leidet. Alles, was du dafür brauchst, vom Werkzeug bis zu den Lagern, findest du in unserem Webshop.

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